Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Zierfische
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Behandlung von Wildvögeln

Gerne nehmen wir verletzte Wildvögel bei uns auf.

26.04.2018

Finder können diese erkrankte Tiere nach telefonischer Anmeldung während der regulären Dienstzeiten (Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag 8-16 Uhr, Mittwoch 8-18 Uhr) in der Klinik abgeben.

Sollte eine Abholung von Wildvögeln unerlässlich sein, bitten wir Sie, sich mit Feuerwehr, Polizei oder der Tierrettung München in Verbindung zu setzen. Eine Abholung unsererseits ist nicht möglich.

Aus gegebenem Anlass möchten wir darauf hinweisen, dass es sich bei Wildvögeln rechtlich gesehen um herrenlose Tiere handelt. Plötzlich in Not geratene Wildvögel werden an unserer Klinik aus ethischen Gesichtspunkten jedoch behandelt. Wir bitten um Verständnis dafür, dass nur plötzlich lebensbedrohlich erkrankte Tiere angenommen werden können.

Bitte vergewissern Sie sich vor der Entnahme des Tieres aus seinem natürlichen Lebensraum, dass eine menschliche Versorgung tatsächlich notwendig ist. Leider werden häufig v. a. gesunde Jungvögel aus Unwissenheit in menschliche Obhut genommen, obwohl sie in freier Natur viel bessere Chancen hätten.

Hilfebedürftige Tiere erkennen Sie unter anderem an folgenden Anzeichen:

  • Der Vogel bewegt sich über einen längeren Zeitraum nicht von der Stelle, sitzt aufgeplustert auf dem Boden, hat seinen Kopf im Gefieder
  • Der Vogel ist in Seitenlage oder krampft
  • Es sind offene Wunden oder Blut erkennbar
  • Ein Bein oder ein Flügel hat einen „Knick“
  • Der Vogel kneift seine Augen mandelförmig zusammen


Nicht hilfebedürftig sind scheinbar verlassene Jungvögel im Nest oder sogenannte Ästlinge!

Bitte beachten Sie bei „Fundvogelproblemen“ folgende Vorgehensweisen für eine Entscheidung, ob menschliche Hilfe tatsächlich notwendig ist:

  • Ein Vogelbaby ist aus dem Nest gefallen:

    Nestling
    (nackt oder kaum befiedert):
    Sofern keine der oben genannten Krankheitsanzeichen zutreffen, versuchen Sie, den Vogel in sein Nest zurückzusetzen. Sollten Sie es nicht sofort finden, suchen Sie in der näheren Umgebung. Sie können das Vogelbaby ohne Handschuhe anfassen, es wird trotzdem von seinen Eltern angenommen.

    Ästling
    (Jungvögel, die „fast fertig“ aussehen. Ihre Flügel und das Stoßgefieder sind aber noch kürzer, und sie können noch nicht fliegen):
    Leider hat die Natur eine unpraktische Phase im Leben eines Vogels geplant - es ist ganz normal, dass die kleinen Ästlinge noch nicht oder nur wenig fliegen können. Sie werden aber noch von ihren Eltern versorgt und bekommen von diesen alles Wichtige beigebracht, was zum Überleben in freier Wildbahn notwendig ist. Beobachten Sie den Vogel aus sicherer Entfernung über einen längeren Zeitraum (1-2 Stunden). Die Eltern sollten vorbeikommen und ihn füttern. Diese Tiere benötigen keine menschliche Hilfe.

  • Ein Ästling befindet sich an einem gefährlichen Ort (Straße o. ä.):

    Setzen Sie ihn vorsichtig an einen sicheren Platz (z. B. in ein Gebüsch). Bitte tragen Sie den kleinen Vogel aber nicht weiter als 200 m von seinem Fundort weg – die Eltern haben sonst Schwierigkeiten, ihn wiederzufinden.

  • Ein Vogelbaby wird nicht mehr gefüttert:

    Beobachten Sie das Nest aus sicherer Entfernung über einen längeren Zeitraum (1-2h). Wenn Sie zu nahe dran stehen, stören Sie die Elterntiere und diese trauen sich nicht zu ihrem Nest. Häufig werden die Babys doch noch versorgt.

  • Ein Mauersegler oder Schwalbe wurde auf dem Boden gefunden:

    Diese Tiere brauchen tatsächlich immer menschliche Hilfe.

 

Menschliche Aufnahme des Vogels ist notwendig?

Sie haben alle Hinweise beachtet, aber es scheint eine menschliche Aufnahme des Tieres unumgänglich?

  • Der Vogel scheint gesund?
    Kontaktieren Sie bitte eine Aufzuchtstation oder das Tierheim.
  • Der Vogel scheint krank zu sein?
    Sie können uns gerne telefonisch kontaktieren.

Notrufnummer für lebensbedrohliche Notfälle bei Wildvögeln: +49 170 472 94 99